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"Kunststückchen"

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„Kunststückchen – Häppchen für die Seele“
von Friedrich Zirm
Seitdem die Menschen in sozialen Gemeinschaften leben, übernimmt die Kunst als freies,
von materiellen Zwängen losgelöstes Gestalten eine sehr wichtige Aufgabe. Wenn man
so will ist sie das Fett im Getriebe der Gesellschaft. Sie hat einen nicht zu
unterschätzenden Einfluss auf unser seelisches Gleichgewicht und damit auf unser
persönliches Wohlbefinden. Ohne die Kunst wäre unser Leben um einiges ärmer. Wir
würden versinken im täglichen Kampf um die Beschaffung des materiell Notwendigen.
In unserer Zeit, in der dem Konsum eine immer größere Bedeutung zugemessen wird, hat
das Produkt als Sinn spendendes Element einen großen Stellenwert erlangt. Die Zukunft
wird zeigen, dass die Qualität des Lebens nicht nur an äußeren, materiellen Werten
festzumachen ist, sondern dass der Mensch wieder mehr Augenmerk auf das innere
Gleichgewicht, auf seine Seele richten wird, richten muss! An dieser Stelle kann Friedrich
Zirm als Künstler einen effektiven Beitrag leisten: die Kunst ist für den Menschen da.
Sie ist ein Kommunikationsmittel, ein Lebensmittel.
Die bildende Kunst hat sich im Laufe der Jahrzehnte leider von den Menschen entfernt.
Sie hat sich von den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen entkoppelt. Daran tragen
Künstler eine Mitschuld. Ihre Eitelkeit ließ sie Kunstwerke produzieren, die von einer
elitären Aura umgeben sind. Das Kunsterleben beschränkt sich für den interessierten
Kunstkonsumenten oft auf einen Besuch im Museum, einer Ausstellung oder eines
sonstigen Großevents. Man darf zwar schauen, das Kunstbesitzen bleibt jedoch nur
einigen Wenigen - mit ausreichend finanziellen Mitteln - vorbehalten.
Friedrich Zirm drückt es so aus: die Kunst muss wieder auf die Strasse. Damit meint er
nicht, dass noch mehr Werke auf einen Marktplatz oder auf die Grünfläche eines
Kreisverkehrs gestellt werden sollten, er will, dass die Kunst wieder ihren Weg in die
unmittelbare Nähe der Menschen findet. Ihren Weg in ihre Wohnzimmer, Schlafzimmer,
Küchen, Treppenhäuser, Büros, in ihre Badezimmer, kurz, in ihren ganz privaten Raum.
Friedrich Zirms künstlerischer Werdegang führte ihn zur Grafik, genauer gesagt zur
Zeichnerei. Er zeichnet ausschließlich mit Kohle auf Papier, weil die Kohle ein Werkstoff
ist, der es ihm erlaubt, mit einfachsten Mitteln sehr viel auszudrücken. So ist es möglich,
mit nur einem Stift eine massive, autoritäre Form zu Papier zu bringen, wie auch, eine
federleichte, seismographisch wirkende Linie durch den Raum zu ziehen. Für die
Formfindung in seinen Bildern spielen die Ästhetik des menschlichen Körpers und seine
Gestik in der sozialen Interaktion eine fundamentale Rolle.
Weil Friedrich Zirm dieses Projekt als seinen Beitrag ansieht, die entstandene
Unnahbarkeit der Kunst aufzubrechen und diese wieder näher an Menschen zu bringen,
ist es sein Ziel, seine Kunst für jedermann bezahlbar zu machen. Kunst zu machen, die
qualitativ hochwertig ist, seinem Weg und seinem bisherigen Schaffen treu bleibt,
seinen hohen Ansprüchen gerecht wird und trotz alledem erschwinglich ist.
Kunst zum Mitnehmen - ein Häppchen für die Seele.
Über die Dauer des Kulturfestivals hinweg wird eine Auswahl an Zeichnungen und
Grafiken von Friedrich Zirm präsentiert.
An den beiden Festivaltagen, Mittwoch, den 14. Und Donnerstag, den 15. Dezember, an
denen der Künstler selbst anwesend sein wird, steht seine „Kunst zum Mitnehmen“ , die
„Kunststückchen“ zum Verkauf.

Kontakt

Friedrich Zirm
Wolframstraße 64e
70191 Stuttgart
0711 - 2 56 00 64