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Teure Freunde der Unterhaltungshochkultur, geschätzte Abenteuerer der verschlungenen Pfade, verehrte Konspiranten der ersten Stunden: der gestrige Donnerstagabend war ein weiterer Streich (...und der nächste folgt sogleich - heute abend).
Kautschuk-Art, sponsored by Beate Uhse. Bis direkt zum Projektbeginn wurde nichts verraten."Kautschuk Art", Beate Uhse, Friedrich Zirm, freischaffender Künstler im Rollstuhl, der dank intaktem sozialen Netzwerk in mehr als fünfzehnjährigem Studium sein innewohnendes Talent verfeinern und reifen lassen konnte (hier finden Sie seine Vita), eine große Leinwand auf dem Boden mit Acrylfarbfeldern davor - was soll das werden?

Kondom auf den Fuss und......abtanzen!Es wurde ein Riesenspaß! Mit staunenden Augen verfolgte das Publikum Dietmar Fraßmann und A. MO Schlosser: Schuhe aus, Kondom auspacken, über die Füsse ziehen - am besten zwei oder drei - ab damit in die Farbtafeln und auf die Leinwand. Und dann im Takt der Musik, im Takt der inneren Schwingung oder im Takt des lachenden Publikums Kreise drehen, stampfen, springen! Die Aufforderung, einfach mitzumachen, wurde - erstaunlich wie vieles, dass ich diese Woche miterleben durfte - von einigen Besuchern mit Schneid und Lust am Leben wahrgenommen.
Und um den Spaß im Leben, am Leben, mit dem Leben, darum ging es: die Malaktion von und mit Herrn Friedrich Zirm brachte es treffend auf den Punkt. Herr Zirm selbst, der seinem persönlichen Assistent Otto Dinkelacker immer wieder ein paar Ideen zuwarf, verband die Fußspuren mit seinen Rollstuhlspuren. Die entstehenden Risse in der Leinwand gaben, zusammen mit der Farbigkeit, manch deutlichen größeren und kleineren Fußspuren, manchen nur in Streifen und Schlieren ausgedrückten Wegen und den Rollstuhlspuren und an einigen Stellen dem "Übermischen" der Farben zum Grau ein Sinnbild für das Leben.

Rollspuren und FußstapfenDas Leben - eine kleine Geschichte am Rande: Otto Dinkelacker selbst ist ein Mensch, der gerne einfach mal lächelt. Neben der Assistenz bei Friedrich Zirm ist der studierte Geologe als Reiseleiter in Nepal tätig und betätigt sich als Hochseilartist unter anderem auch mit einem Motorrad. Sicher sind das wieder nur die Ah- und Oh-Argumente, einen Menschen zu charakterisieren. Einfacher ist, zu sagen, dass sich bei einer Zusammenkunft Menschen kennenlernen lassen, die einem Freude am Leben in allen Facetten schenken!

Bigger BangDank der Rolling-Stones-Coverband "BIGGER BANG", auf die sich viele Gäste freuten, konnte diese Botschaft - wie auch der Aufruf zur Beteiligung an den Projekten unseres Schirmherren, der Christoph-Sonntag-Stiphtung, an die Dame und den Mann gebracht werden. Und das Publikum zeigte sich interessiert, die Fotos zur Entstehung des Kunstwerkes "Kautschuk Art" konnten den ganzen Abend auf den Bildschirmen begutachtet werden.

Friedrich Zirm und Otto Dinkelacker

"BIGGER BANG", Stuttgarts größte Rolling-Stones-Coverband, heizten schließlich mächtig ein. Kein Wunder bei Frontman Uli Heinzle, der sein Idol Mick Jagger in Gesang, Gesten und Kleidung hervorragend doubelt. In drei Sets brachte die Band die Wände zum Wackeln und die Konzertbesucher zum Tanzen und Mitsingen. Alle Klassiker der Stones wurden in Perfektion nicht nur nachgespielt, sondern nachgelebt - mit dieser Authentizität ist es natürlich faszinierend, "BIGGER BANG" live zu sehen. Und wir freuten uns, dass trotz - oder gerade wegen - der Präsenz der Musiker auf diese Weise auch das Konzept der Zusammenkunft durchgängig übertragen wurde: leben mit der Kunst und alle Strömungen des Lebens als Kunstform.

Bigger Bang

Vielen Dank an Uli Heinzle (Gesang), Dodi Metaxa (Gitarre), Ralf Pecher (Bass), Martin Lohmann (Gitarre), Joachim Hutter (Drums) und Bert Boll (Piano).

Bert Boll können Sie übrigens am Samstag ab 19 Uhr mit seiner "Roski-Kabarett-Show" nochmals live erleben!

begeisterte wieder einmal die Künstler mit leckerer italienischer

Küche im Backstagebereich - herzlichen Dank!